Gärten
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Botanischer Garten
Im Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum erleben die Besucher andere Welten. Während des ganzen Jahres können sie im Dschungel, in der Wüste oder in der Savanne abtauchen. Das Tropenhaus ist Herberge für manch zoologische Attraktion, wie zum Beispiel Nektarvögel oder Tukane. Die Abteilung Nutzpflanzen zeigt Pflanzen, die der menschlichen Ernährung oder Technik dienen. Im Frühjahr ist das Alpinum besonders schön. Dann blühen neben vielen Primel-Arten auch Enzian, Edelweiß, Krokus sowie Alpenrosen in ihrer ganzen Pracht. Die Geobotanische Abteilung ziert den südlichen Teil des Gartens. Vegetationsbilder aus Europa, Asien und Amerika sind Vorbilder für diesen einladenden Anbau. Der ungezäunte Bereich des Botanischen Gartens bietet mit 13 Hektar ausreichend Platz für lange Erkundungsspaziergänge. Für Pflanzenliebhaber genau das Richtige.
Chinesischer Garten
Etwa 1000 Quadratmeter groß ist das Areal des “Qian Yuan”, das zur Meditation und Erholung einlädt. Der Chinesische Garten liegt innerhalb des Botanischen Gartens an der Ruhr-Universität Bochum. Der Garten Qian Yuan (Qians Garten) ist nach dem berühmten chinesischen Literaten Tao Qian benannt. Der südchinesische Stil des Gartens zeichnet sich vor allem durch seine bescheidene Schlichtheit aus. Materialien sind größtenteils Naturstein, Wasser und Holz sowie Ziegel. Die Farbgebung ist zurückhaltend mit schwarz, weiß, grau und dunkelrot. Dadurch wirkt der Garten besonders natürlich und malerisch. Die Anordnung der verschiedenen Elemente verbinden Ruhe und Bewegung. Die Besucher können sich entscheiden, ob sie sich lieber meditativ der Landschaft widmen oder die vielen Wege des Gartens entdecken möchten. In jedem Fall lädt der chinesische Garten zum Träumen und Entdecken ein.
Geologischer Garten
Die nicht bewachsenen Böschungen zeigen deutlich die Geologie unterschiedlicher Materialien, die sich schichtweise im Laufe von 300 Millionen Jahren abgelagert haben. Der Geologische Garten in Bochum ist einer der wenigen Standorte im Ruhrgebiet, die einen guten Einblick in den ruhrgebietstypischen geologischen Aufbau des Steinkohlen- und Deckgebirges geben. Der Garten stellt nicht nur ein sehenswertes Naturdenkmal dar, sondern ist auch der Erste seiner Art in Deutschland gewesen.
Bis 1907 baute dort die Zeche Friederika oberflächennah Fettkohlen und Eisenerz aus bis zu 300 Meter tiefen Stollen ab. Ab 1925 betrieb die Zeche hier eine Ziegelei mit Steinbruch, die 1959 stillgelegt und dann abgerissen wurde. Was erhalten blieb, ist ein Steinbruch mit deutlich sichtbaren geologischen Strukturen und den Gesteinen des Ruhrgebietes, die die erdgeschichtliche Entwicklung der Region zeigen.
Gut zu sehen sind auch Kohleschichten, - entstanden aus pflanzlichen Ablagerungen - Fossilien und Wurzelreste in den tonigen Schichten. Auf den Wiesen stehen Ginkgo-Bäume und einige ansehnliche Exemplare des Urwelt-Mammutbaumes. Sie existierten schon vor vielen tausend Jahren in dieser Form und gleichen den Pflanzen, aus denen vor etwa 300 Millionen Jahren die Kohleflöze entstanden. Weitere Zeugen der Eiszeit sind die auf den Wiesen zusammengetragenen Findlinge: in Bochum gefundene Gneise und rote Granite. Sie bildeten sich in Skandinavien in zehn bis 20 Kilometern Tiefe unter hohem Druck und hoher Temperatur. Während der Eiszeit transportierte das Eis sie nach Bochum. Als es schmolz, blieben die Findlinge liegen.
Der Geologische Garten ist frei zugänglich über den Schulhof des Schulzentrums an der Querenburger Straße und über den Grünzug an der Kleingartenanlage Friederika.