

Ermöglicht hat die Entstehung des Stadtgartens 1898 der Landkreis Gelsenkirchen,
der die Anlage von Volksgärten finanziell unterstützte. Daher wurde in Wattenscheid
der Beschluss gefasst, Grundstücke für einen Landschaftspark zu erwerben.

Botanischer Garten im Stadtgarten Wattenscheid
Seitdem wurde der Stadtgarten stetig erweitert: 1919/20 kamen ein Sport- und Turnplatz,
1925 ein großer Gondelteich und ein botanischer Garten hinzu. Gewächshäuser, in denen
Pflanzen gezogen werden, entstanden. In den 50er Jahren wurde der Stadtgarten um
ein Vogelgehege ergänzt, das 1978 durch Außenvolieren attraktiv erweitert wurde.
Für Besucher sind in den Vogelhäusern und Gehegen besonders die Säbel, Fasane und
Uhus sehenswert.

Freilichtbühne Wattenscheid mit Zuschauer
Die von den Nationalsozialisten als Thingstätte gedachte Freilichtbühne wurde 1937 eingeweiht und hat sich zu einem wichtigen und beliebten Veranstaltungsort für die Wattenscheider entwickelt. Hier finden Theateraufführungen, Konzerte und Musicals für Erwachsene wie Kinder statt. Der an die Freilichtbühne angrenzende Biergarten bietet die Möglichkeit zum gemütlichen Verweilen. 1997 wurde der Spielplatz erneuert und vergrößert. Für Kinder ist er wegen seines großen Seilkletterturms und der zahlreichen Spielgeräte eine beliebte Anlaufstelle.

Kinderspielplatz im Stadtgarten Wattenscheid
Die freie Benutzung des Wattenscheider Stadtgartens, wie sie heute für jeden
selbstverständlich ist, war in den Anfängen nicht gegeben. Für die Grünanlage
gab es eine Polizei-Verordnung, die die Nutzung detailliert regelte.
Es gab feste Öffnungszeiten, die Wege durften nicht verlassen werden und Kinder unter zwölf
Jahren durften nur in Begleitung von Erwachsenen den Park besuchen. In einer späteren
Verordnung war sogar festgelegt, dass Besucher lediglich in "ordentlicher Kleidung"
den Stadtgarten betreten durften.

Erst 1935 sind die Stadtgarten-Tore aus den Gründerjahren entfernt worden. Eine große Hecke, die entlang der Parkstraße stand, wurde gerodet, um den Garten zur Stadt räumlich zu öffnen.

Der Stadtgarten, der heute circa zehn Hektar groß ist, bietet mit seinen Einrichtungen
äußerst vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und Entspannung.

Enten und Gänse im Stadtgarten Wattenscheid
Die Blumenrabatten, Bäume, der Teich und die Fontäne machen den Spaziergang durch den Park zu einem Genuss. Der Stadtgarten, der mittlerweile komplett von Häusern umschlossen wird, ermöglicht ein Abschalten von der Betriebsamkeit und dem Verkehr des Alltags. Auch am Wochenende wird er gerne als Ausflugsziel genutzt.
Beim Gang durch den Park können Besucher viele wertvolle und schöne Einzelbäume
entdecken. So befinden sich im Stadtgarten besondere Arten wie beispielsweise
Mammut-, Trompeten- und Tulpenbaum.

Mammutbaumstamm
Wurde damals von der Stadt Wattenscheid ein Garten am Rande der Gemeinde angelegt,
so besitzen die Bürger heute einen richtigen "Stadtgarten", den sie sehr intensiv
nutzen.
Für den Park lohnt sich auch ein Besuch von außerhalb. Er ist mit seinen vielen
Attraktionen ein "Garten für alle". Gäste werden auf einem Spaziergang die Schönheit
des Wattenscheider Stadtgartens kennen lernen.
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