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Landschaftsaufnahme des Geologischen Garten. Per Klick verlassen Sie den Internet-Auftritt der Stadt Bochum.
Der Geologische Garten in Bochum ist einer der wenigen Standorte im Ruhrgebiet, die einen guten Einblick in den im Ruhrgebiet typischen geologischen Aufbau des Steinkohlen- und Deckgebirges geben. Er liegt im Stadtteil Altenbochum zwischen der Querenburger Straße und Am Dornbusch und ist etwa 1,6 Hektar groß.

Von 1750 bis 1907 baute dort die Zeche Friederika oberflächennah Fettkohlen und Eisenerz aus bis zu 300 Meter tiefen Stollen ab. Ab 1925 betrieb die Zeche hier eine Ziegelei mit Steinbruch, die 1959 stillgelegt und dann abgerissen wurde. Was erhalten blieb, ist ein Steinbruch mit deutlich sichtbaren geologischen Strukturen und den Gesteinen des Ruhrgebietes, die die erdgeschichtliche Entwicklung der Region zeigen.

Außenaufnahme einer nicht bewachsenen Böschung
1962 wurde das Gelände unter Naturschutz gestellt und von 1971 bis 1972 zum Geologischen Garten ausgebaut. Seit 1974 ist der Geologische Garten aus erdgeschichtlichen Gründen und aufgrund der Seltenheit der dort sichtbaren geologischen Strukturen als Naturdenkmal ausgewiesen.

Die nicht bewachsenen Böschungen des Gartens zeigen deutlich die Geologie unterschiedlicher Materialien, die sich schichtweise im Laufe von 300 Millionen Jahren abgelagert haben. Gut zu sehen sind auch Kohleschichten, - entstanden aus pflanzlichen Ablagerungen - Fossilien und Wurzelreste in den tonigen Schichten. Sie weisen auf Ablagerungen durch Süßwasser hin.


Aufnahme einer Toneisenstein-Knolle

Der Rückgang des Meeres, das Abtragen von weichen Gesteinen durch Wind und Wasser und die Gebirgsfaltung haben das jetzige Bild entstehen lassen. Besonders beeindrucken die Kohleschichten, auch Flöze genannt, die nah an der Oberfläche liegen. Darunter und darüber sind Sandsteinbänke und Tonsteinschichten - beide in sehr feinem Material. Noch höher liegt das Deckgebirge, ein jüngeres Gestein. Es hat sich vor 100.000 Jahren hier abgelagert, was - erdgeschichtlich gesehen - nahezu gestern ist.






Landschaftsaufnahme von Ginko- und Mammutbäume
Aber nicht nur die Steine erzählen von Vergangenem, auch die Bäume haben ihre Wurzeln in der Vorzeit. Auf den Wiesen stehen Ginkgo-Bäume und einige ansehnliche Exemplare des Urwelt-Mammutbaumes. Sie existierten schon vor vielen tausend Jahren in dieser Form und gleichen den Pflanzen, aus denen vor etwa 300 Millionen Jahren die Kohleflöze entstanden.

Weitere Zeugen der Eiszeit sind die auf den Wiesen zusammengetragen Findlinge: in Bochum gefundene Gneise und rote Granite. Sie bildeten sich in Skandinavien in zehn bis 20 Kilometer Tiefe unter hohem Druck und hoher Temperatur. Während der Eiszeit transportierte das Eis sie nach Bochum. Als es schmolz, blieben die Findlinge liegen.

Der Geologische Garten ist frei zugänglich über den Schulhof des Schulzentrums an der Querenburger Straße und über den Grünzug an der Kleingartenanlage Friederika.
Fragen zum Geologischen Garten beantwortet das städtische Umweltamt.




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Lage im Stadtplan
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Anfahrt mit Bus und Bahn
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mit dem Fahrrad



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