Getreide und Getreideprodukte
Der Schwerpunkt der Untersuchung dieser Produktgruppe liegt in der Untersuchung von Mykotoxinen. Mykotoxine sind von Schimmelpilzen gebildete Giftstoffe, die schon in kleinen Konzentrationen Erkrankungen hervorrufen können. Für Getreide sind insbesondere die Mykotoxine aus der Gruppe der Fusarientoxine, wie Deoxynivanenol (DON), Zearalenon, Fumonisine und Trichothecene relevant. Höhere Gehalte können in der Regel dann festgestellt werden, wenn zur Blütezeit der Getreide feuchte Witterungsbedingungen herrschen. Aufgrund der hohen Toxizität sind für einzelne Mykotoxine von der Europäischen Union Höchstmengen festgelegt worden, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird.
Mehle werden mit der Angabe der Mehltype in den Verkehr gebracht. Die Mehltype entspricht dem Mineralstoffgehalt in der Trockenmasse des Mehles. So liegt der Mineralstoff eines Weizenmehls der Type 550 zwischen 510 und 630 Milligramm pro 100 Gramm Trockenmasse.
Die Überprüfung der korrekten Angabe ist Bestandteil der routinemäßigen Untersuchung von Getreidemehlen.
Daneben wird Getreide auf das Vorhandensein von Verunreinigungen, wie Schmutzpartikel, tierische Schädlinge und Mutterkorn untersucht.
Auch der Schwermetallgehalt von Getreideprodukten wird regelmäßig überprüft.