Runder Tisch der Bochumer Wohnungsmarktakteure
Wohnungspolitik braucht die Experten vor Ort. Kommune und wohnungswirtschaftliche Akteure müssen sich über die Entwicklungsvoraussetzungen und Gestaltungsmöglichkeiten verständigen, um die örtliche Wohnungsmarktsituation erfolgreich weiterzuentwickeln.
Daher sind gegenseitige Information und Kommunikation in den vergangenen Jahren zentrale Bestandteile des Bochumer Modells der Wohnungspolitik geworden. Die sich stark wandelnden Märkte und zunehmende Individualisierung der Nachfrage erhöhen den Bedarf an übergreifenden und aussagekräftigen Informationen. Die Bemühungen müssen daher weiter verstärkt werden, Markteinschätzungen und Handlungsbedarfe durch Zahlen, Fakten und Materialien sowie Trendaussagen der verschiedenen Marktakteure zu erleichtern und zu unterstützen.
Hierzu wurde Anfang 2008 ein „Runder Tisch” der Bochumer Wohnungsmarktakteure eingerichtet, der die Vernetzung der Akteure verbessern sowie zu Transparenz und Verständigung führen soll. Darüber hinaus bietet sich eine gute Plattform für die Herstellung von Öffentlichkeit in der Stadtgesellschaft. Beteiligte eines solchen Prozesses sind neben den Vertretern aus der Verwaltung zum Beispiel Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, Investoren, Projektentwickler, Finanzdienstleister, Architekten, Haus- und Grund, Mieterverein, Fachverbände, Forschung/Wissenschaft und andere.
Es ist beabsichtigt, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Runden Tisches” zwei bis drei Mal jährlich treffen und sich zu wechselnden Schwerpunktthemen austauschen. Die Philosophie begründet sich auf einem „offenen Dialog”, in denen verschiedene Stellen der Verwaltung sowie verschiedene Wohnungsmarktakteure frühzeitig und regelmäßig eingebunden werden.
Dem „Runden Tisch” wird außerdem der alle zwei Jahre von der Verwaltung erstellte Wohnungsmarktbericht zur Beratung und Unterstützung seiner Aufgaben vorgelegt. Die Akteure wiederum beteiligen sich an der jährlichen Expertenbefragung im Rahmen des sogenannten „Wohnungsmarktbarometers”.
Den vom Rat im Dezember 2006 beschlossenen
"Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die Stadt Bochum bis 2020" (Pestel-Institut) folgend, gehört zu den wichtigsten Inhalten der Zusammenarbeit am “Runden Tisch” beispielsweise:
- die Einschätzung der Wohnungsmarktentwicklung in Bochum und in der Region sowie aktueller Trends (erfolgt bereits durch jährliche Befragung im Rahmen der Wohnungsmarktbeobachtung )
- der Wohnungspolitik Empfehlungen für eine marktorientierte Anpassung geben
- mögliche Entwicklungshemmnisse identifizieren und Empfehlungen für deren Abbau erarbeiten
- Modell- und Pilotprojekte zur Förderung innovativer Marktsegmente initiieren und begleiten
- regionale Wechselwirkungen berücksichtigen
- ein Marketing für den Wohnstandort Bochum abstimmen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:Heike Kurz
Telefon: 0234 / 910-37 98
E-Mail: HKurz@bochum.de
Wolfgang Loke
Telefon: 0234 / 910-37 95
E-Mail: WLoke@bochum.de
Fax: 0234 / 910-23 43