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Frauen Fußball

Gruppenbild eines Teils der Frauennationalmannschaft. Die Frauen jubeln mit hochgerissenen Armen, eine der Spielerinnen hält einen Pokal in den Händen.
Die Frauennationalmannschaft jubelt bei der Weltmannschaft im Jahr 2004

Geschichte des Frauenfußballs

Seit es Fußball gibt, gab es auch immer Frauen, die diesen Sport ausübten. Heute ist der Frauenfußball in vielen Ländern bei jungen Mädchen und Frauen die beliebteste Sportart.

Im 12. Jahrhundert beteiligten sich in Frankreich Frauen genauso wie Männer an einem Spiel namens "la soule", einem Vorläufer des heutigen Fußballs. Auch bei den Inuit haben Frauen an einem fußballähnlichem Spiel teilgenommen.

In Deutschland spielten Frauen zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Art Fußball, bei dem sie sich im Kreis stehend den Ball gegenseitig zukickten. Das Spiel galt jedoch als moralisch verwerflich.

Als der Frauenfußball in anderen europäischen Ländern um 1920 einen ersten Höhepunkt erreichte, wurde der Sport in Deutschland verboten. Turnvereine akzeptierten keine Frauen, weshalb sportbegeisterte Frauen anfingen, sich in eigenen Vereinen zu organisieren.

Mit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft des deutschen Männerteams im Jahr 1954, kam die Diskussion um den Frauenfußball erneut auf. Der DFB entschied aber, dass die sich bildenden Frauenmannschaften nicht in die Vereine zu integrieren seien. Die Bildung von Frauenteams wurde untersagt und die Zuwiderhandlung war strafbar.

Die Fußballerinnen ließen sich davon jedoch nicht abschrecken. In den sechziger Jahren wurde über die Gründung eines eigenen Frauenfußball-Verbandes diskutiert. Am 30. Oktober 1970 gab der DFB schließlich nach und hob das Verbot von Fußballspielen zwischen Frauenmannschaften auf. Es gab jedoch Auflagen: So mussten Frauenteams wegen ihrer "schwächeren Natur" eine halbjährige Winterpause einhalten, Stollenschuhe waren verboten und die Bälle waren kleiner und leichter. Das Spiel selbst dauerte nur 70 Minuten.

Diese Einschränkungen sind heute weitestgehend abgeschafft: die Saisonpause dauert bei den Frauen nicht länger als bei den Männern und die Spielzeit ist - wie bei den Männern - zweimal 45 Minuten.

Seit 1989 werden die Europameisterschaft und seit 1995 die Weltmeisterschaften auch bei den Frauen ausgetragen. Bereits sechs Mal wurde die deutsche Frauennationalmannschaft Europameister. Ihr bislang größter Erfolg war der Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 in den USA. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen belegte das Team den dritten Platz. Durch diese Erfolge hat der Frauenfußball zunehmend Aufmerksamkeit in der öffentlichkeit erhalten und ist populärer geworden.

Beim Olympiastützpunkt Westfalen / Bochum wird seit dem Jahr 2005 die Fußball-Nationalspielerin Annike Krahn betreut. Sie spielt seit ihrem vierten Lebensjahr im Verein Fußball und schaffte schon in jungen Jahren den Sprung in die Jugend-Nationalmannschaften - sie spielte in der U19 und in der U21. Mit dem U19-Team feierte sie im Jahr 2004 mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft ihren bisher größten Erfolg. Im Februar 2005 gab sie ihr Debüt in der Frauen-Nationalmannschaft.

Seit Sommer 2006 trainieren neben Annika Krahn noch die beiden hoffnungsvollen Nachwuchstalente der SG Wattenscheid 09, Frederike Bittner und Laura Hoffmann, am Olympiastützpunkt Westfalen / Bochum.

Informationen zum Bochumer Stadtwappen

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