Grafik: Bochumer Panorama mit Stadtwappen.

Interview mit Thomas Loosch

Foto von Herrn Thomas Loosch beim Speerwurf
Thomas Loosch

Wie bist Du zu Deiner Sportart gekommen?
Durch einen schweren Motorrollerunfall bin ich Spastiker geworden.

Und wie bist Du Leistungssportler geworden?
Ich brachte meinen Sohn Kai zum Training. An diesem Tag trainierten die Behinderten. Man sprach mich an, da ich als Jugendlicher schon im Verein war, was ich so machen würde. Kurz danach begann ich mit dem Training, da ich immer noch Spaß am Werfen habe. (Speer, Diskus, Kugel)

Was treibt Dich an, sportliche Höchstleistungen zu erbringen?
Der eiserne Wille Erfolg zu haben. Außerdem geht es mir gesundheitlich besser.

Gab es Phasen in denen Du mit dem Leistungssport aufhören wolltest?
Nein.

Was bedeutet es für Dich an einem Olympiastützpunkt zu trainieren?
Es ist eine Ehre für mich als A-Kader Athlet im Olympiastützpunkt Wattenscheid zu trainieren und die besten Bedingungen für Leistungssportler zu haben.

Welche Leistungen des Olympiastützpunktes nimmst Du in Anspruch?
Physiotherapie, Sportpsychologe

Was gefällt Dir an Wettkämpfen?
Das Messen mit anderen Sportlern und die Überprüfung der eigenen Leistungen.

Was magst Du daran überhaupt nicht?
Schlechtes Wetter und Kälte.

Was denkst und fühlst Du vor dem Start eines großen Wettkampfs?
Ich denke: “Kann ich den Sieg heute schaffen?” Und ich bin nervös.

Welcher Wettkampf war für Dich der schönste, welcher der schwierigste?
Der Schönste war die Weltmeisterschaft in England. Der schwierigste die Europameisterschaft in Holland.

Welche Sportart neben der eigenen gefällt Dir besonders gut, welche findest Du eher fragwürdig?
Mir gefällt das Hammerwerfen. Gehen finde ich total langweilig.

Fühlst Du Dich richtig gesund oder hast Du es ständig mit großen und kleinen Verletzungen zu tun?
Als Spastiker habe ich immer Probleme mit der Muskulatur. Aber das habe ich im Griff. Ansonsten bin ich fit.

Was war bisher Deine schwerste Sportverletzung?
Bis jetzt hatte ich immer Glück und bin gesund geblieben.

Welche Chancen und Pläne hast Du nach Deinem Sport-Karriereende?
Ich bin bei Opel in Bochum beschäftigt und werde nach meiner Karriere meinen Job weiter ausüben.

Nimmst Du hierbei den Service des Olympiastützpunktes in Anspruch?
Nein.

Ist Hochleistungssport ohne Umfeldmanagement nach Deiner Meinung heutzutage überhaupt noch möglich?
Nein, man sollte die professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, da Leistungssport ein großes Spektrum umfasst.

Wieviel Zeit bleibt Dir noch für private Kontakte außerhalb des Sports?
Etwa acht Stunden am Wochenende.

Wirst Du in Deinem privaten Umfeld eher bewundert oder eher bedauert?
Ich werde eher bewundert, gerade als Behindertensportler.

Glaubst Du, dass Deine Persönlichkeit eine Andere wäre, wenn Du keinen Leistungssport betreiben würdest?
Ja, der Umgang mit Zuschauern und anderen Leistungssportlern und auch der mit der Presse prägen die Persönlichkeit.

Was musst Du laut Ernährungsplan unbedingt essen, und was ist Dein Lieblingsessen?
Laut Ernährungsplan muss ich viele Kohlenhydrate zu mir nehmen. Mein Lieblingsessen ist Jägerschnitzel mit Pommes.

Hast Du ein Lieblingsbuch? Einen Lieblingsfilm? Welche Musik hörst Du gerne?
Buch: Das Powerprinzip (Anthony Robbins)
Film: Actionfilme
Musik: 80er, 90er und die aktuellen Hits

Was ist Dein sportliches Ziel?
Paralympicssieger. Und nach der misslungenen Europameisterschaft will ich Europameister werden. Außerdem will ich weiterhin gesund bleiben und Höchstleistungen bringen.


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