Grafik: Bochumer Panorama mit Stadtwappen.

Interview mit Lara Kurz

Foto von Frau Lara Kurz, Synchronschwimmerin
Lara Kurz

Wie bist Du zu Deiner Sportart gekommen?
Eine Bekannte überzeugte meine Mutter, dass ich ja mal ein Probetraining absolvieren könne.

Und wie bist Du Leistungssportlerin geworden?
Es fing eigentlich erst richtig an als ich mit 12 Jahren in die Jugendnationalmannschaft berufen wurde.

Was treibt Dich an, sportliche Höchstleistungen zu erbringen?
Mein großer sportlicher Ehrgeiz und mein Wille dass sich mein tägliches Training auch auszahlt.

Gab es Phasen, in denen Du mit dem Leistungssport aufhören wolltest?
Solche Phasen gab es auch. Im vergangenen Jahr hat meine Trainerin aufgehört und mit der Nachfolgerin gab es zwischenmenschliche Probleme.

Was bedeutet es für Dich an einem Olympiastützpunkt zu trainieren?
Es bedeutet oftmals harte Arbeit und viel Stress. Man hat relativ wenig Freizeit und sieht deshalb die Eltern relativ wenig.

Welche Leistungen des Olympiastützpunktes nimmst Du in Anspruch?
Ich bekomme regelmäßig Nachhilfe im Olympiastützpunkt. Ferner nehme ich am Frühtraining teil und werde für die Wettkämpfe freigestellt.

Was gefällt Dir an Wettkämpfen?
Dort kann ich zeigen was ich kann. Es ist ein schönes Gefühl nach einem erfolgreichen Wettkampf mit einer Medaille in der Hand nach Hause zu kommen. Mich freut es zudem wenn die Trainerin danach ebenfalls zufrieden ist.

Was magst Du daran überhaupt nicht?
Das angespannte Klima in der Halle führt oftmals zu starker Nervosität bei mir.

Was denkst und fühlst Du kurz vor dem Start eines großen Wettkampfes?
Ich habe manchmal Angst alles zu vergessen oder das der Nasenzwicker abfallen könnte und so Wasser in meine Nase läuft. Luftmangel befürchte ich manchmal auch.

Welcher Wettkampf war für Dich der schönste, welcher der schwierigste?
Als schönsten Wettkampf würde ich bisher meinen ersten bezeichnen. Bei diesen bayrischen Meisterschaften bin ich zwar im Einzelwettbewerb nicht sonderlich erfolgreich gewesen, im Trio sind wir jedoch außer Konkurrenz gestartet und haben demnach eine Goldmedaille bekommen. Am schwierigsten fand ich die Jugend-Weltmeisterschaften in Montreal.

Welche Sportart neben der eigenen gefällt Dir besonders gut, welche findest Du eher fragwürdig?
Eishockey, Baseball, Hockey und Basketball gefallen mir auch, Ballett, Volleyball und Schach hingegen nicht sonderlich.

Fühlst Du Dich richtig gesund oder hast Du ständig mit großen und kleinen Verletzungen zu tun?
Ich hatte das Glück mich erst einmal richtig verletzt zu haben. Andere Sportler sind öfter krank, auf mich trifft das glücklicherweise auch nicht zu.

Was war bisher Deine schwerste Sportverletzung?
Ich habe mir den Glutaeus Maximus (Pomuskel) komplett durchgerissen. Die Ärzte im Krankenhaus waren total begeistert, da sie sowas noch nie gesehen hatten.

Welche Chancen und Pläne hast Du nach Deinem Sport-Karriereende?
Ich würde gerne zur Polizei gehen, eine Familie gründen und hobbymäßig als Trainerin weiterarbeiten falls noch Zeit bleibt. Ich hoffe jedoch, dass ich noch zehn Jahre schwimmen kann.

Nimmst Du hierbei den Service des Olympiastützpunktes in Anspruch?
Natürlich, der Olympiastützpunkt hilft mir sehr weiter und unterstützt mich professionell.

Ist Hochleistungs-Sport ohne Umfeldmanagement nach Deiner Meinung heutzutage überhaupt noch möglich?
Am wichtigsten ist meiner Meinung nach immernoch ein guter Trainer. Durch den Olympiastützpunkt ist vieles unkomplizierter und man genießt viele Vorteile, wie zum Beispiel das Frühtraining.

Wieviel Zeit bleibt Dir noch für private Kontakte außerhalb des Sports?
Dafür bleibt relativ wenig Zeit. Nachhilfe und Hausaufgaben nehmen neben dem Sport ebenfalls viel Zeit in Anspruch.

Wirst Du in Deinem privaten Umfeld eher bewundert oder bedauert?
In der Schule sind alle sehr stolz auf mich und bewundern was ich mache, würden es selber aber nicht machen wollen, da (wie gesagt) ziemlich wenig Zeit für Freunde und dergleichen bleibt.

Glaubst Du, dass Deine Persönlichkeit eine andere wäre, wenn Du keinen Leistungssport betreiben würdest?
Auf jeden Fall. Durch den Sport bin ich viel selbstbewusster und ehrgeiziger geworden und vertrete nun meine eigene Meinung. Des Weiteren bin ich ausgeglichener geworden, da ich durch den Sport Frust abbauen kann.

Was musst Du laut Ernährungsplan unbedingt essen, und was ist Dein Lieblingsessen?
Viel Obst und Gemüse sowie Nudeln, Kartoffeln und Reis. Meine Leibgerichte sind Lasagne und Chili con carne!

Hast Du ein Lieblingsbuch? Einen Lieblingsfilm? Welche Musik hörst Du gerne?
Buch: Palast der Winde, das Jesus-Video, Scheibenwelt-Romane
Film: Gladiator, Matrix, James Bond
Musik: Gareth Gates, Blue, Busted, D-side

Was ist Dein sportliches Ziel?
Olympia 2008 und vielleicht 2012.


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