Grafik: Bochumer Panorama mit Stadtwappen.

Interview mit Alexander Lubina

Wie bist Du zu Deiner Sportart gekommen?
Als Schüler habe ich bereits mit der allgemeinen Leichtathletik begonnen, über den Umweg "Orientierungslauf" bin ich dann auch zum Laufen gekommen.
Foto von Herrn Alexander Lubina während eines Sportwettkampfes, Leichtathletik
Alexander Lubina

Und wie bist Du Leistungssportler geworden?
Beim Schülerwaldlauf wurde ich von meinem ersten Lauftrainer angesprochen. Mit ihm ging es dann Schritt für Schritt weiter zu Landesebene und Bundesebene.

Was treibt Dich an, sportliche Höchstleistungen zu erbringen?
Das Gefühl, bei einem Wettkampf total unter Strom zu stehen. Aber auch, nach hartem Training vollkommen erschöpft zu sein und die eigenen Grenzen kennzulernen.

Gab es Phasen, in denen Du mit dem Leistungssport aufhören wolltest?
Nein, bisher nicht. Ein Leben ohne Leistungssport könnte ich mir zur Zeit nicht vorstellen, da ich damit groß geworden bin.

Was bedeutet es für Dich an einem Olympiastützpunkt zu trainieren?
Zugehörigkeit zu einer großen Familie.

Welche Leistungen des Olympiastützpunktes nimmst Du in Anspruch?
Physiotherapie und Massage.

Was gefällt Dir an Wettkämpfen?
Leute treffen, die sportliche Herausforderung, die Stimmung und das ganze "drumherum".

Was magst Du daran überhaupt nicht?
Wenn es mal nicht so gut läuft und das lange Warten auf den Wettkampf.

Was denkst und fühlst Du kurz vor dem Start eines großen Wettkampfs?
Ich versuche mich abzulenken. Wenn ich vorher mit den Gedanken woanders bin, ist das ganz gut - Taktik und mögliche Rennverläufe bin ich schon vorher durchgegangen.

Welcher Wettkampf war für Dich der schönste, welcher der schwierigste?
Es gab schon viele schöne Wettkämpfe! Schwierig sind die Wettkämpfe, bei denen man verletzungsbedingt (oder Ähnliches) zuschauen muss, aber unter normalen Bedingungen gut ausgesehen hätte. Der schwierigste Wettkampf war für mich die Hallen-Weltmeisterschaft in Lissabon. Dort durfte ich wegen den “seltsamen” Funktionären nicht starten.

Welche Sportart neben der eigenen gefällt Dir besonders gut, welche findest Du eher fragwürdig?
Motorsport gefällt mir überhaupt nicht, aber Kitesurfen würde ich gerne mal ausprobieren. Biathlon finde ich wirklich spannend und interessant.

Fühlst Du Dich richtig gesund oder hast Du ständig mit großen und kleinen Verletzungen zu tun?
Ich habe gerade meine erste größere Verletzung (eine Stressfraktur im Fuß) überstanden. Diese Zeit mit Gips war natürlich nicht so schön, aber ansonsten bin ich bis jetzt glücklicherweise fit und gesund durchgekommen.

Was war bisher Deine schwerste Sportverletzung?
Der Ermüdungsbruch war bisher die einzige und damit auch die schlimmste Verletzung.

Welche Chancen und Pläne hast Du nach Deinem Sport-Karriereende?
Ich habe noch keine konkreten Vorstellungen.

Ist Hochleistungs-Sport ohne Umfeldmanagement nach Deiner Meinung heutzutage überhaupt noch möglich?
Man sollte schon um einen strukturierten Ablauf bemüht sein, manchmal sollte man aber auch einfach mal in den Tag hineinleben.

Wieviel Zeit bleibt Dir noch für private Kontakte außerhalb des Sports?
Außerhalb des Sports bleibt nicht mehr ganz so viel Zeit, dafür entstehen durch den Sport viele Kontakte in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Wirst Du in Deinem privaten Umfeld eher bewundert oder bedauert?
Ich denke, ich werde eher bewundert, ich möchte aber auch nicht unbedingt, dass sich mein privates Umfeld auch nur um meinen Sport dreht.

Glaubst Du, dass Deine Persönlichkeit eine andere wäre, wenn Du keinen Leistungssport betreiben würdest?
Ich denke schon, dass mich der Sport sehr geprägt hat. Aber die Grundzüge wären wohl die gleichen.

Was musst Du laut Ernährungsplan unbedingt essen, und was ist Dein Lieblingsessen?
Pizza könnte ich jeden Tag essen, ansonsten sollte ich wohl mal mehr Obst und Gemüse zu mir nehmen.

Hast Du ein Lieblingsbuch? Einen Lieblingsfilm? Welche Musik hörst Du gerne?
Buch: Herr der Ringe - und momentan auch wieder die Uni-Bücher...
Film: Meine Lieblingsserie ist jedenfalls "King of Queens"
Musik: Eigentlich querbeet, gerne höre ich manchmal auch etwas härteres oder auch ausgefallenes.

Was ist Dein sportliches Ziel?
Die Teilnahme an den Olympischen Spielen  und in Europa vorne mitlaufen zu können.


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