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Station 20: Jüdischer Friedhof Wasserstraße

Wasserstraße / Königsallee

Der jüdische Friedhof an der Wasserstraße wurde im Jahre 1917 im Zuge einer Erweiterung des seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bestehenden kommunalen Friedhofs in Wiemelhausen angelegt. Erste Bestattungen fanden hier im Jahre 1918 statt.

Als 1954 im Zuge der Anlegung des neuen Hauptbahnhofs die zwei jüdischen Friedhöfe an der Friedhofstraße / Wittener Straße aufgelassen werden mussten, wurden die Toten zur Wasserstraße umgebettet und die Grabdenkmäler ebenfalls dorthin versetzt.

Auf dem Friedhof sind unter anderem 52 Opfer aus dem KZ-Außenlager beim Bochumer Verein beigesetzt sowie zwei Urnen von KZ-Opfern aus Dachau und Oranienburg. Im Jahre 1965 ließ die Stadt Bochum in Absprache mit der jüdischen Gemeinde gleichartige Grabsteine (versehen mit Namen, Lebensdaten und dem Davidstern als Schmuckornament) anfertigen.

An der Trauerhalle befindet sich eine Gedenktafel für den Bochumer Rabbiner Dr. Moritz David, in dessen Amtszeit 1901 bis 1936 der Friedhof errichtet wurde.

Gestern und heute


Der Jüdische Friedhof in Wiemelhausen, November 1954.
Der Jüdische Friedhof in Wiemelhausen, November 1954.
Aufnahme mehrerer Grabsteinreihen auf einer Wiese. Auf dem vordersten Grabstein sind Schriftzüge und der Davidstern erkennbar.
Der Jüdische Friedhof heute
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