KREATIVWIRTSCHAFT
Inhaltsverzeichnis
Bochum - Standort für kreative Köpfe
Jeder weiß, was Bochum hat: Landesweite Bedeutung besitzen beispielsweise das Schauspielhaus Bochum, die Bochumer Symphoniker, das Deutsche Bergbau-Museum, das Zeiss Planetarium Bochum und die Jahrhunderthalle Bochum, das zentrale Festspielhaus im Rahmen der RuhrTriennale. Dazu kommt eine lebendige freie Kulturszene.
Bochumer Kultur erzeugt nicht nur geistige Wirkungen: Im Zuge der vitalen kulturellen Entwicklung sind seit den 80er Jahren eine Vielzahl von Privatunternehmen in der Kreativwirtschaft entstanden.
Nach einer aktuellen Studie weist die Bochumer Kreativwirtschaft mit insgesamt über 850 Unternehmen und rund 6 600 Erwerbstätigen überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Auffällig ist die überdurchschnittliche Dynamik der Betriebsstättenentwicklung in der Bochumer Kreativwirtschaft: allein zwischen 2003 und 2005 sind über 100 neue Unternehmen hinzugekommen. Viele davon sind Kleinstunternehmen, doch gerade im Bereich Software/Games sind umsatzstärkere Unternehmen entstanden.
Trotz der kleinteiligen Strukturen erreicht die Kreativwirtschaft mit 3,6 Prozent einen beachtlichen Anteil an der Gesamtbeschäftigung in Bochum. Dies entspricht der Größenordnung der Bochumer Bauwirtschaft. Mit rund 336 Millionen Euro erwirtschaftet die Bochumer Kreativwirtschaft etwa 2 Prozent des Umsatzanteils der Bochumer Gesamtwirtschaft (2005). Im Vergleich mit anderen Branchen ist der Umsatzanteil der Bochumer Kreativwirtschaft somit höher als zum Beispiel im Gastgewerbe oder dem Gesundheitswesen.
Dabei bewegt sich die Bochumer Kreativwirtschaft in einem dicht besetzten Wettbewerbsumfeld, das nicht an kommunalen Grenzen halt macht. Die Zusammenarbeit in der Region und die Initiativen zur Kulturhauptstadt 2010 sind Schwerpunktthemen bei der weiteren Entwicklung dieses expansiven Wirtschaftszweigs zu einer der Kernkompetenzen der Bochumer Wirtschaftsförderung.
Definition Kreativwirtschaft:
Unternehmen, die erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Produktion, Verteilung und/oder der medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.
Nach der üblichen Branchenabgrenzung zählen dazu Designbüros, Architekturbüros, der Einzelhandel mit Büchern, Musikalien und Kunstgegenständen, Journalisten/Nachrichtenbüros, darstellende/bildende Künste, Literatur und Musik, Filmwirtschaft/TV-Produktion, Verlagsgewerbe/Tonträgerindustrie, Rundfunk/TV-Unternehmen, Museumsshops/Kunstausstellungen, Software/Games und der Werbemarkt.
Informationen zur Kreatviwirtschaft in Nordrhein-Westfalen finden Sie auch unter:
www.kreativwirtschaft.nrw.dewww.wirtschaft.nrw.de/branchen/kreativwirtschaft
Newsletter - Infos für die Bochumer Kreativwirtschaft
Der Newsletter informiert rund zwei mal monatlich über aktuelle Projekte, Termine und Aktivitäten der Kreativwirtschaft in Bochum und der Region. Sie erhalten regelmäßig aktuelle Informationen aus den Teilbranchen, über erfolgreiche Projekte, Termine und interessante Menschen aus unserem Netzwerk.
Bei Interesse melden Sie sich bitte mit Ihren Kontaktdaten bei:
Marion BehnWirtschaftsförderung Bochum
Junggesellenstraße 8
44787 Bochum
Telefon: +49 234 / 910-24 50
Telefax: +49 234 / 910-24 34
E-Mail:
mbehn@bochum.de
Zweite Bochumer CREATIVE STAGE
Vorhang auf in der Zeche für kreative Ideen und Projekte am 26. Mai 2010 Kreativ, multimedial und unterhaltsam ging es am Mittwoch, 26. Mai 2010, bei der gut besuchten zweiten Bochumer CREATIVE STAGE in der Zeche Bochum zu, bei der Akteure der Kreativwirtschaft aus Bochum und der Region live ihre Ideen und Projekte vorstellten.
Zehn kreative Köpfe aus Bochum, Essen und Dortmund präsentierten sich musikalisch, mit Vorträgen, Filmen und Design-Schauen. Musik dominierte den Abend: der Bochumer Sänger und Liedermacher Tommy Finke begeisterte trotz Fußgips ebenso wie der junge Jazz- und Pop-Cellist Daniel Brand. Nadin Deventer stellte mit “No Blah-Blah!: Now or Never” Programm und Konzept von “jazzwerkruhr” vor – das sich als Werkstatt, Netzwerk, Forum und Festival der Jazzszene in der Metropole Ruhr versteht.
Der Dortmunder Grafik-Designer Peter Dahmen fesselte sein Publikum mit 3-D-Papierskulpturen. Die Rheinpark Architekten – verantwortlich für den Neubau der Erich-Kästner-Schule – erläuterten, wie ihre Entwürfe die vorhandene Umgebung aufgreifen, so dass zum Beispiel auf einer Schule in Oberbayern Kühe grasen.
Studenten der Ruhr-Universität luden das Publikum ein zum 20. Internationalen Videofestival. Die Agentur Revierkönig beschrieb ihre Suche nach außergewöhnlichen Talenten für den “Revierkönig 2010". Die Essener Künstlerin Johanna Schwarz führte mit Bildern und Musik in ihr ungewöhnliches Projekt “Versteckt” ein.
Marcus Gloria – in Bochum vor allem bekannt als der Organisator von “Bochum Total” – stellte die unkonventionelle Werbemethode “Stonewash” vor. Nina Nübel rundete den Abend ab, indem sie aus ihrem erfolgreichen Erstlingsroman “Nora Marquardt und das schwarze Einhorn” vorlas.
Jeder Programmteil war auf maximal acht Minuten begrenzt. Dadurch erlebten die mehr als 120 Besucher einen kurzweiligen und abwechslungsreichen Abend. In den Pausen kamen Besucher wie Bühnen-Akteure ins Gespräch und füllten so die Netzwerkidee für Kreative mit Leben.
Mit seiner vierten Auflage hat sich die CREATIVE STAGE als feste Größe in der Metropole Ruhr etabliert. CREATIVE STAGE ist ein neues Veranstaltungsformat der Wirtschaftsförderung Bochum in Kooperation mit den Wirtschaftsförderungen Dortmund, Essen und Duisburg. Mehr Informationen zu den Akteuren des Abends sowie eine Fotogalerie stehen auf der gemeinsamen Seite
www.creativestageruhr.de.
Zur nächsten CREATIVE STAGE RUHR lädt die Duisburger Wirtschaftsförderung am 30. Juni in einen leerstehenden ehemaligen Lebensmittelladen in Duisburg-Ruhrort ein. Informationen und eine Möglichkeit zur Anmeldung werden auf der Website bekannt gegeben.
Ansprechpartnerin ist bei der Wirtschaftsförderung Bochum:
Marion Behn
Junggesellenstraße 8
44787 Bochum
Telefon: +49 234 / 910-24 50
Telefax: +49 234 / 910-24 34
E-Mail:
mbehn@bochum.de
Fotogalerie 26. Mai 2010
Fotogalerie 25. November 2009
Kreativ.Quartiere - ViktoriaQuartier Bochum
Nie zuvor hat die Europäische Kulturhauptstadt die Kreativwirtschaft zu einem ihrer Hauptthemen gemacht und sie gleichberechtigt in ein Programm neben die öffentlich finanzierte Kultur gestellt. Zum ersten Mal werden die Akteure und Urheber, die ihre Kulturproduktion am Markt refinanzieren (müssen), als Modellbranche für den Wandel durch Kultur wahrgenommen. RUHR.2010 hat die elf Branchen der Kreativwirtschaft als treibende Kräfte gesellschaftlicher, kultureller und sozialer Veränderungen erkannt (von Film über Games bis Musik, von Literatur über Design zu darstellenden Künsten).
Das Ruhrgebiet befindet sich wie andere vormals industrielle Regionen Europas in einem Prozess von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Ziel einer zukunftsorientierten Stadtentwicklungspolitik ist es, die Kreativen und Akteure zum Bleiben und zum Zuzug zu motivieren, damit die Metropole Ruhr im Wettbewerb der europäischen Städte zukünftig bestehen kann.
Ein Schwerpunktthema ist deshalb das Projekt Kreativ.Quartiere, bei dem es darum geht, Konzepte zur Nutzung von Leerständen und Industriebrachen für Künstler und Kreative im fachbereichsübergreifenden Dialog aller Beteiligten - von der Stadtverwaltung bis zu den Akteuren der Kreativwirtschaft, von der öffentlichen Hand bis zum privaten Investment, von der etablierten Kultur bis zur freien Szene - zu entwickeln.
Bochum ist mit dem ViktoriaQuartier dabei. Das Herzstück des ViktoriaQuartiers ist das Bermudadreieck, über 60 Kneipen, Clubs und Restaurants drängen sich hier auf engstem Raum. In zahlreichen Büros haben sich Agenturen und Redaktionen eingerichtet. Ob das Apple-Online Magazin Macnotes oder der BochumTotal Veranstalter Cootour, viele der hier ansässigen Unternehmen wirken weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Besonderheit am ViktoriaQuartier: hier entstand alles aus privater Initiative. Das macht die Lebendigkeit des Viertels aus und wird auch dafür sorgen, dass es in Zukunft immer wieder neue Unternehmen und Ideen hervorbringen wird.
Um Raum zu schaffen für die weitere Entwicklung der Kreativwirtschaft, hat die Stadt Bochum im ViktoriaQuartier die ehemalige Bahnfläche "City-Tor Süd" erworben. Ziel ist es, das rund 40 000 Quadratmeter große Areal "City-Tor Süd" zu einem Standort für kreativwirtschaftliche Nutzungen zu entwickeln und die öffentlichen Angebote mit solchen privatwirtschaftlichen Unternehmen zu verknüpfen, die über ähnliche Anforderungen an einen besonderen und besonders spannenden Standort verfügen.
t.a.i.b. "Temporäre architektonische Intervention auf einer Brachfläche" im Viktoria Quartier
Der ausschlaggebende Faktor einer für Kreative und Künstler attraktiven Metropole sind urbane Entwicklungsareale mit entsprechenden Freiräumen. In Bochum entsteht mit dem ViktoriaQuartier aktuell ein derart "urbaner Raum" und mit der Eröffnung des t.a.i.b. am 11. Juli 2010 ist der Startschuss für dieses Kreativ.Quartier gefallen.
Symbolhafter Grundstein für den Beginn dieses mehrjährigen Prozesses ist das gerade fertig gestellte Projekt t.a.i.b.: die "Temporäre architektonische Intervention auf einer Brachfläche". Mehr als 60 Künstler und Kreative, Freiwillige aus verschiedenen Bereichen und aller Altersklassen haben, unter der Federführung von Jonathan Haehn (Erfinder t.a.i.b.), bei der Gestaltung aktiv mitgeholfen. Das Interesse, das Stadtbild am Stadttor Süd zwischen dem Schauspielhaus und der Marienkirche zu beleben, ist groß und die Verbundenheit zur eigenen Region wird gestärkt.
Mit t.a.i.b. erhalten die Kreativschaffenden in den kommenden Wochen die Möglichkeit, der brachliegenden Fläche am Katholikentagbahnhof eine neue Nutzung zu geben. Der Raum bietet Platz für Kurzfilme, Musik oder Kunst, Mode oder auch Lesungen.
Das imposante Baukonstrukt ist Impulsgeber der Bochumer Kreativwirtschaft zur Entwicklung des Kreativ.Quartiers. Im Bebauungsplan der Stadt Bochum ist eine gewerbliche Bebauung für das Entwicklungsgelände City-Tor Süd vorgesehen, die kreativwirtschaftliche Nutzer ansprechen soll.
Die Wirtschaftsförderung Bochum hat diese Aktion unterstützt, um die Diskussion über mögliche zukünftige kreativwirtschaftliche Nutzungen der Fläche weiter voranzutreiben.
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KREATIVE KLASSE RUHR - Bochum auch 2010 wieder dabei
Vom 3. September - 3. Oktober 2010 startet die außergewöhnliche Aktionsplattform und Kommunikationsplattform “Kreative Klasse Ruhr” zum zweiten Mal. Das Festival der Kultur- und Kreativwirtschaft wird einen ganzen Monat in allen Städten der Metropole Ruhr stattfinden.
KREATIVE KLASSE RUHR will die bisher eher unbekannte Szene der Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr vorstellen. Die Bandbreite ist groß: Zwischen jungen Wilden und international agierenden Agenturen gibt es auf dem Festival viel zu entdecken. Ausstellungen, Workshops, Themen-Walks, Mitmach-Aktionen, Shopping-Events, Konzerte, Partys, Vorträge, Kino, Performances, Gaming, Pop-up-Stores oder Happenings B die Kreativität bei der Programmentwicklung kennt keine Grenzen.
Auch Bochumer Kreativunternehmen werden sich wieder beteiligen - bei der eintägigen Pilotveranstaltung im Jahr 2009 haben bereits zwölf Bochumer Veranstaltungen im Rahmen der KREATIVEN KLASSE RUHR stattgefunden:
Viele Besucher nutzten den Tag, um sich über Projekte von Bochumer Kreativunternehmen zu informieren, sich an Workshops und Führungen zu beteiligen und die Ausstellungen zu besuchen. Alleine 500 Besucher zählte das Frühstück im “Viertel vor Ehrenfeld” - dem Bochumer Kreativviertel.
Der Festivaltag endete in Bochum mit einem besonderen Programmpunkt: Bochumer Kreative stellten sich unter dem Stichwort “Bochums Kreative Klasse” vor und boten dabei eine Plattform zum Kennenlernen und Netzwerken. Mit 34 Beteiligten Unternehmen, 18 Präsentationen und mehr als 250 Gästen war der Abend ein voller Erfolg.
Die Wirtschaftsförderung Bochum wird auch im Jahr 2010 das deutlich erweiterte Festivalprogramm der Kreativen Klasse Ruhr unterstützen und sich im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Förderung der Kreativwirtschaft in Bochum beteiligen.
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Living Games Festival 2010 - Bochum im Zeichen der Games - in der Jahrhunderthalle Bochum
Nach 2008 und 2009 wird die Jahrhunderthalle Bochum auch im Jahr 2010 Veranstaltungsort für das Living Games Festival sein.
Vom 10. bis 13. Juni 2010, täglich von 15:30 Uhr bis 23:00 Uhr, findet das erste Kulturfestival in Europa statt, das sich ausschließlich mit Computerspielen und Videospielen beschäftigt. Alle Aspekte der virtuellen Welten digitaler Spiele werden dort einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Das Ziel: Spieler, Eltern, Pädagogen und Kulturschaffende sollen erleben, wie Spiele entstehen und die kreativen Aspekte von Spielen diskutieren. Auch gesellschaftliche Aspekte, wie etwa der Jugendschutz, werden thematisiert. Computerspiele und Videospiele sind längst akzeptierte Bestandteile der Kulturindustrie. Das Living Games Festival in Bochum bietet eine Plattform für den längst fälligen kulturellen und gesellschaftlicher Meinungsaustausch rund um das Medium “Games”. Zudem macht es den Games-Standort Metropole Ruhr national bekannt.
2010 bietet das Living Games Festival erstmals auch eine Plattform für junge Spieleentwickler, auf der diese ihr Können präsentieren und Branchen-Kontakte knüpfen können.
Die Besucher treffen auf die gesamte Palette der an der Produktion beteiligten Kreativen, also zum Beispiel Spieleautoren, Komponisten, Gamedesigner und Leveldesigner, Concept Artists und Interface-Designer. Dieter Gorny, der Künstlerische Direktor für den Bereich Kreativwirtschaft bei RUHR.2010, leitet die Jury, die den “Living Games Festival Award 2010 in Gold” verleiht.
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Kulturwerk Lothringen - Chancen für junge Unternehmen
Mit dem Kulturwirtschaftlichen Gründungszentrum Kulturwerk Lothringen
stehen in Bochum-Gerthe seit dem 1. September 2006 architektonisch
anspruchsvolle Ateliereinheiten und Arbeitsräume für Gründerinnen und
Gründer der Kreativwirtschaft zur Verfügung.
Vorausgegangen war
ein im April 2001 vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit und dem
Kultusministerium ausgeschriebener Wettbewerb, aus dem das
Gründungszentrum als eines der Sieger hervorging.
Durch die
Sanierung und den Ausbau der zwei historischen Zechengebäude –
Maschinenhaus und Fördermaschinenhalle – ist ein Angebot zur Anmietung
von geeigneten Räumlichkeiten für junge Unternehmen aus allen Bereichen
der Kreativwirtschaft, wie zum Beispiel der Fotobranche,
Filmbranche, Videobranche und TV-Branche, Musikwirtschaft,
Architekturbüros, Designbüros, Werbung, Software / Games, entstanden.
Das
Kulturwerk Lothringen wird von der Technologie- und
Gründerzentrenbetriebsgesellschaft Ruhr-Bochum mbH betrieben. Weitere
Informationen erhalten Sie unter
www.tgr-kwl.de
Kreativwirtschaftsbericht als pdf-Datei
Oder fordern Sie einfach den Bericht bei Frau Behn an:
Wirtschaftsförderung Bochum
Junggesellenstraße 8
44787 Bochum
Ansprechpartnerin:
Marion Behn
Telefon: +49 234 / 910-24 50
Telefax: +49 234 / 910-24 34
E-Mail:
mbehn@bochum.de
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