Produktionswirtschaft - Zukunftsstandort Bochum
Inhaltsverzeichnis
Produktionswirtschaft
Der Produktionsstandort Bochum ist geprägt durch innovative Unternehmen und exzellente Forschungseinrichtungen. Sie sind der Motor für Innovation in der Branche.
Rund 30.000 Menschen sind in den Teilbranchen Metallbau und Maschinenbau, Automotive sowie industrielle Dienstleistungen beschäftigt. Größte Arbeitgeber der Produktionswirtschaft sind die Adam Opel AG, die GEA Group, die Eickhoff Maschinenfabrik, die Wollschläger GmbH oder die Jahnel-Kestermann Getriebewerke. Daneben sind viele kleine und mittlere Unternehmen mit flexiblen und innovativen Geschäftsmodellen in der Bochumer Produktionswirtschaft tätig.
Den Produktionsstandort Bochum weiter zu stärken ist eines der Hauptziele der Wirtschaftsförderung Bochum. Hierfür bietet sie Unternehmen der Branche eine Basis, um sich mit anderen Akteuren auszutauschen, Innovationen umzusetzen und so langfristig die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die für Produktionswirtschaft verantwortlichen Mitarbeiter der Bochumer Wirtschaftsförderung verstehen sich als zentrale Ansprechpartner für sämtliche Unternehmen aus dem Bereich. Sie vermitteln Kontakte zu anderen Akteuren und Regionen und bieten Firmen Möglichkeiten, sich gemeinsam am Markt zu präsentieren.
Automotive
Ein Schwerpunkt der Bochumer Produktionswirtschaft ist die Automotive-Branche. Bochums Geschichte der Entwicklung, Produktion und des Vertriebs von Erzeugnissen für Verkehr und Straße, Schiene, Wasser und in der Luft begann im Jahr 1960 mit der Ansiedlung von Opel. Seitdem ist Bochums Entwicklung eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg lokaler Unternehmen des Verkehrswesens verbunden.
Neben der Adam Opel AG als wichtigstem Arbeitgeber und Kern der Autostadt Bochum verfügt die Stadt über Automobilzulieferer, Hightech-Dienstleister und Spezialfirmen – darunter zum Beispiel Entwicklungsdienstleister für analoge und digitale Messtechnik und Schaltungstechnik und Europas führendes Systemhaus für eingebettete Sicherheit im Automobil. Ausgezeichnete Forschungskompetenzen und Entwicklungskompetenzen ergänzen diese Fertigungskompetenzen in der Stadt.
Die in Bochum ansässigen Unternehmen und Konzerne mit rund 15.000 Beschäftigten arbeiten daran, ihren Exportanteil auszubauen, um sich langfristig eine Marktführerschaft in der Verkehrstechnik zu sichern. Dabei garantieren strategische Kooperationen in der Produktentwicklung und Produktionstechnik Standortvorteile am „Zukunftsstandort Bochum - Verkehrstechnik“.
Maschinenbau und Anlagenbau
Der Maschinenbau und Anlagenbau zählt zu Deutschlands wichtigsten Wachstumsbranchen. Spitzentechnologie aus deutschen Maschinenbau-Unternehmen ist weltweit gefragt. Für Bochum stellt der Maschinenbau als Teil der Produktionswirtschaft daher einen wichtigen Ansatzpunkt dar.
Etwa 12.000 Beschäftigte arbeiten in Bochum im Bereich Maschinenbau – überwiegend in kleinen und mittleren Unternehmen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Getriebefertigung. Unternehmen wie Jahnel-Kestermann oder Eickhoff sind unter den Weltmarktführern bei Großgetrieben für Windräder. Ebenfalls stark vertreten sind die Metallbearbeitung sowie der Großhandel mit Werkzeugen, also Bereiche, die dem Maschinenbau in der Wertschöpfungskette unmittelbar vorgelagert beziehungsweise nachgelagert sind.
Die Bochumer Unternehmen der Maschinenbaubranche zeichnen sich durch eine flexible Produktionsweise und hohe Innovationsfähigkeit aus. Diese wird gestärkt durch renommierte Maschinenbau-Fakultäten an drei Bochumer Hochschulen.
Netzwerk Produktion
Die zentrale Plattform für Projekte und Vernetzung ist ein von der Wirtschaftsförderung Bochum moderiertes Netzwerk Produktion. Auf regelmäßigen Netzwerktreffen bahnen Führungskräfte aus Bochumer Unternehmen und aus den Hochschulen gemeinsame Projekte an. Beispiele dafür sind neben kooperativen Forschungsvorhaben gemeinsame Messeauftritte, Einkaufskooperationen und Vertriebskooperationen, Ausbildungsmodelle und Weiterbildungsmodelle oder auch die gemeinsame Nutzung von Produktionsanlagen. Der informelle Erfahrungsaustausch im Netzwerk trägt zur Innovationskraft der Branche bei.
Das Netzwerk steht allen interessierten Unternehmen aus der Produktionswirtschaft offen. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, kontaktieren Sie uns.
Forschungskompetenz an den Bochumer Hochschulen
Die technischen Fakultäten an der Ruhr-Universität Bochum, an der Hochschule Bochum und an der Technischen Fachhochschule Georg Agricola verfügen über riesiges Potenzial, von dem lokale Unternehmen in großem Maße profitieren. Bochums universitäre Forschungskompetenzen und Entwicklungskompetenzen decken alle Teile der Wertschöpfungskette im Automotivebereich und Maschinenbaubereich ab.
Herausragend ist zum Beispiel der bundesweit erste Studiengang „Master IT-Automotive“ an der Hochschule Bochum oder das in der Materialforschung weltweit einzigartige ICAMS (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation), das Anfang 2008 an der Ruhr-Universität Bochum gegründet wurde.
Die Bochumer Hochschullandschaft stellt hochqualifizierte Nachwuchskräfte bereit. Indem sie eng mit der Wirtschaft zusammenarbeitet, gewährleistet sie eine hohe Gründungsdynamik aus den Hochschulen heraus und sichert die wirtschaftliche Dynamik und Innovationskraft des Produktionsstandortes.
Das Team der Wirtschaftsförderung Bochum arbeitet daran, diese Kompetenzen in noch stärkerem Maße für lokale Unternehmen nutzbar zu machen.
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