
Oviedo, die Hauptstadt des traditionsreichen
"Principado de Asturias" im Norden des
Königreichs Spaniens, ist seit 1980 Bochums
Partnerstadt. Darüber hinaus ist Oviedo mit
Clermont-Ferrand in Frankreich und mehreren Städten in
Südamerika, unter anderem mit der argentinischen
Hauptstadt Buenos Aires, partnerschaftlich
verbunden.

Europaweit bekannt blieb die Stadt während des ganzen Mittelalters als herausragender Wallfahrtsort auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Dieser langen Geschichte verdankt es Oviedo, dass heute in seinem Stadtkern die Baukunst eines kompletten Jahrtausends vertreten ist. Die Kathedrale beispielsweise gehört zur besten spanischen Spätgotik, die Krypta Santa Leocadia und die Camara Santa, die Heilige Kammer, sind sehr viel älter als die Kathedrale und bilden eine kleine präromanische und romanische Einheit, in der Schätze aus der Gründerzeit des asturischen Königreiches aufbewahrt werden.
Die historische Altstadt ist von modernen Industriebetrieben und neuen Vororten umgeben. Oviedo liegt inmitten eines der größten spanischen Bergbaugebiete, der "Cuenca Central Asturiana". Neben dem Bergbau bildet die Stahlindustrie das zweite wichtige Standbein der asturischen Wirtschaft. Ein großer Teil der Bevölkerung ist deshalb nach wie vor in diesen beiden Branchen tätig, wenngleich auch hier - wie in vergleichbaren europäischen Regionen - ein Strukturwandel eingesetzt hat.

In Oviedo befindet sich das Institut für Asturische Studien, es gibt mehrere Museen und das ganze Jahr über werden Kongresse, Ausstellungen und philharmonische Konzerte veranstaltet. Hauptveranstaltungsort ist das Theater "Campoamor". Höhepunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens ist alljährlich im September das "San Mateo Fest", ein heiteres, buntes Spektakel aus Opern, Rock, Pop, Sport- und Stierkampf und einer großen Parade durch die Altstadt. Ruhe und Entspannung finden die "Ovetenser" - so nennen sich die Bürger der Stadt Oviedo selbst - unter anderem inmitten in der Stadt gelegenen Park "Campo de San Francisco", der eine Fläche von gut 60.000 Quadratmeter einnimmt. Zu Spaziergängen lädt darüber hinaus der Monte Naranco ein, ein hochaufragender Berg, der in zehn Minuten mit dem Autobus zu erreichen ist.
Auf ihm liegen in halber Höhe zwei der wichtigsten Denkmale der präromanischen Kunst Asturiens, die Kirchen "Santa Maria del Naranco" und "San Miguel de Lillo". Beide hat die UNESCO zum schützenswerten Weltkulturerbe erklärt. Die Gunst der Lage zwischen Bergen und Meer, der aufgeschlossene, gastfreundliche Charakter der Bevölkerung und ihre große historische und kulturelle Tradition machen Asturien und seine Hauptstadt Oviedo zu einem reizvollen und jederzeit lohnenswerten Reiseziel.
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